Impressum | English











Wann findet die Wartburgtagung statt?
Die Tagung findet vom 6. bis 8. Mai 2004 im Hotel auf der Wartburg in Eisenach statt.



Prof. Dr. Dr. Carlos María Romeo-Casabona
Lehrstuhlinhaber und Direktor der Cátedra de Derecho y Genoma Humano de Bilbao, Universidado Deusto Bilbao.

Doktor der Rechte und der Medizin, Professor für Strafrecht an der Universität des Baskenlandes, Leiter der Interuniversitätslehrstuhl Stiftung BBVA-Diputación Foral de Bizkaia (Regierung der Provinz Biskaya) für Recht und Humangenom, Universität Deusto und Universität des Baskenlandes. Herausgeber der Zeitschrift „Derecho y Genoma Humano/Law and the Human Genome“, sowie der Reihen „Bibliotek für Recht und Lebenswissenschaften“ und „Forschungen über Strafrecht“ (Comares Verlag, Granada). Mitglied der Gruppe von Experten in Bioethik des Justizministeriums und des Beratenden Ethikkomitees für Wissenschaft und Technologie der Spanischen Regierung, Mitglied der Nationalkommission künstlicher Fortpflanzung am Menschen.

Ehemaliger Dekan und Direktor des Instituts für Kriminologie der Juristischen Fakuktät der Universität La Laguna (Teneriffa), Richter des Oberlandesgerichtes in Zaragoza.

Freitag, 7. Mai 2004 um 16.45 Uhr
"Internationale transkulturelle Rechtspositionen
Transkulturalität, Globalisierung und symbolisches Recht"


Abstrakt
Das Internationale Recht hat eine transkulturelle Perspektive im Zusammenhang mit der menschlichen Biotechnologie gefördert. Diese transkulturelle Perspektive ist wahrscheinlich dadurch begünstigt worden, weil in den staatlichen Rechten ethische und kulturelle Referenzen von klarer und unbestreitbarer Anwendbarkeit im Hinblick auf die neuen Herausforderungen, welche die menschliche Biotechnologie aufwirft, fehlten. In diesem Zusammenhang sollten die in diese Richtung geleisteten Beiträge durch die Aussagen der UNESCO über das Menschliche Genom und die Menschenrechte (1997) und über die genetischen Daten des Menschen (2003), sowie durch die Vereinbarung des Europarates über Menschenrechte und Biomedizin (1997) anerkannt werden. Dies bedeutet, dass im Bezug auf die menschliche Biotechnologie einige Werte (Menschenrechte, rechtliche Güter) existieren, die einfacher eine universelle Anerkennung erreicht haben als andere Rechte (zivile und politische, die von sozialen Gruppen), die schon früher ausgearbeitet wurden und die nicht immer Entsprechung in bestimmten kulturellen Auffassungen und Ethiken einiger menschlicher Gemeinschaften gefunden haben. Jedoch finden wir auch im Verhältnis zur menschlichen Genetik und Biotechnologie ein softlaw" und einige softvalues" vor, die nicht wünschenswert sind -obwohl unvermeidlich in einigen Fällen – und die Anlass geben können: a) zu einigen wertlichen Widersprüchen in den nationalen Gesetzgebungen, wie dies mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Schutz des menschlichen Embryos in vitro im Verhältnis zur Möglichkeit, mit ihm zu forschen, geschieht, wo man eine Gleichzeitigkeit von heftigem Schutz und Schutzlosigkeit des Embryos in vitro schätzt. b) zu einer nicht transkulturell getragenen Perspektive der Globalisierung, z. B., im Zusammenhang mit dem Verbot ohne Ausnahmen des reproduktiven menschlichen Klonens in allen Staaten, die sich gesetzlich damit beschäftigt haben; und zur Zuflucht zu einem symbolischen Recht, im Rahmen dessen sich der Gesetzgeber mehr um die moralische und soziale Ablehnung bestimmter Aktivitäten und die Beruhigung der Gesellschaft als um eine effektive rechtliche Verfolgung dergleichen besorgt zeigt (da einige erst in der Zukunft liegen). Das Problem liegt nicht in der Unfähigkeit seitens des Rechtes (Strafrecht), eine wirksame präventiv-schützende Funktion der Rechtsgüter zu erfüllen, sondern in den Fehlern der gesetzgebenden Technik, die von den zuständigen Behörden begangen werden.


Referenten auf einen Blick
Für eine Kurzbiographie bitte auf den jeweiligen Referenten klicken.

Prof. Dr. Reiner Anselm
Prof. Dr. Dr. Carlos María Romeo-Casabona
Landesbischof Prof. Dr. Christoph Kähler
Prof. Dr. Nikolaus Knoepffler
Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Bundesmin. a. D.
Nobelpreisträgerin Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard
Prof. Dr. Jürgen Simon
Ministerin Prof. Dr. Dagmar Schipanski
Prof. Dr. Hans R. Schöler
Prof. Dr. Gianni Vattimo
Bischof Prof. Dr. Joachim Wanke
DFG-Präsident Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker

Home | Programm | Thema | Referenten | Anfahrt | Übernachtung | Förderer | Organisation | Dokumentation
© 2004 Design und Programmierung Tim Leichter