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Prof. Dr. Nikolaus KnoepfflerLehrstuhl für Angewandte Ethik, Friedrich-Schiller-Universität Jena. Studium der Philosophie und Theologie in Würzburg und Rom (1981-1990), Lizenziate in Theologie (1989) und Philosophie (1990) an der Universität Gregoriana, Promotion in Philosophie an der Universität Gregoriana in Rom (1992), Mitarbeiter am Institut Technik-Theologie-Naturwissenschaften (1996-2000), Habilitation in Philosophie an der LMU München (1998), Stellv. Geschäftsführer am TTN (2000-2002), Berufung in die Bioethikkommission der Bayerischen Staatsregierung (2001), Gastprofessur an der Georgetown University, Washington D. C. (2002), Berufung auf den Lehrstuhl für Angewandte Ethik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (2002) und Leiter des dortigen Ethikzentrums, 2. Vizepräsident der Deutschen Akademie für Transplantationsmedizin.
Abstrakt Bei Konfliktfällen auf Grund neuer humanbiotechnologischen Möglichkeiten treffen oft unterschiedliche Überzeugungen aufeinander. Dies ist für pluralistische Gesellschaften nichts Besonderes. Dagegen ist es interessant, dass gerade in Deutschland insbesondere manche Gegner beispielsweise bei der Diskussion der genetischen Präimplantationsdiagnostik (PGD) diese Technik mit den schlimmsten Verbrechen des Nationalsozialismus vergleichen, so geschehen durch Ute Sacksofsky in ihrem Gutachten für die Enquete-Kommission des Bundestags „Recht und Ethik der modernen Medizin“. Umgekehrt sehen einige Befürworter wie der Nobelpreisträger James Watson darin, eine Chance, die Evolution in die Hand zu nehmen und intelligentere Kinder zu schaffen. Ziel des Beitrags ist es, am Beispiel der genetischen Präimplantationsdiagnostik aufzuzeigen, welche Formen von Toleranz in pluralistischen Gesellschaften angemessen sein könnte und in welcher Weise nicht weiter vereinbare Positionen vertreten werden sollten. |
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