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Wann findet die Wartburgtagung statt?
Die Tagung findet vom 6. bis 8. Mai 2004 im Hotel auf der Wartburg in Eisenach statt.



Ministerin Prof. Dr.-Ing. habil. Dagmar Schipanski
Thüringische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Studium der Angewandten Physik in Magdeburg (1962 - 1967), Diplomingenieurin (1967), Zusatzstudium am Institut für Halbleiter der Akademie der Wissenschaften der Sowjetunion, Novosibirsk (1972), Promotion (1976), Habilitation (1985), Professorin für Festkörperelektronik (1990), Dekanin der TH Ilmenau (1990 - 1993), Rektorin der TU Ilmenau (1995 - 1996), Thüringer Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst (seit 1999).

Mitglied des Wissenschaftsrates der Bundesrepublik Deutschland (1992 - 1998, 1996 - 1998 als Vorsitzende), der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (seit 1998), der Deutschen Akademie der Naturforscher LEOPOLDINA Halle (seit 1998), der UNESCO-Weltkommission für Ethik in Wissenschaft und Technologie, COMEST (seit 1998), des Internationalen Beirates der Universität der Vereinten Nationen Tokyo (seit 2001).

Präsidentin der Deutschen Krebshilfe e.V. (seit 1999), Senatorin der Max-Planck-Gesellschaft (seit 1999).

Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 1. Klasse (1996), Arthur Burkhardt-Preis (1999), Frau des Jahres (1999), Preis Frauen Europas - Deutschland (2000).

Donnerstag, 6. Mai 2004 um 19.15 Uhr
"Von der Verantwortung des Wissenschaftlers"


Abstrakt
Wissenschaft und Forschung sind frei – so garantiert es unser Grundgesetz. Sie sind Teil unserer offenen Gesellschaft, in der keinem Menschen Ziele verordnet werden. Dessen ungeachtet bedarf unser Zusammenleben eines Konsenses. Das wiederum erfordert einen offenen Diskurs in der gesamten Gesellschaft, der Positionen offen benennt und Lösungsmöglichkeiten sucht. Menschliches Zusammenleben braucht aber vor allem ein festes Fundament, auf dessen Grundlage ein solcher Diskurs beruht. Hier spielen unsere Grundwerte die entscheidende Rolle. Mit ihnen gewinnen wir eine solide Handlungsbasis. Im Zentrum unseres Wertesystems steht die Menschenwürde. Sie ist auch Kern unserer Verfassung. An ihr haben wir unser Handeln auszurichten. Aus ihr entspringt die Freiheit – auch die Freiheit von Wissenschaft und Forschung. Freiheit ist aber nicht zu definieren als individuelle Selbstbestätigung ohne Rücksicht auf andere. Freiheit heißt vor allem, die Folgen des eigenen Handelns für sich selbst und für andere zu bedenken. Freiheit beinhaltet die unbedingte Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Freiheit und Verantwortung sind damit zwei sich ergänzende Grundprinzipien. Folglich wohnt der Freiheit des Wissenschaftlers auch seine Verantwortung unmittelbar inne. „Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden“ – das ist die Quintessenz der „Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt. Mit diesem Satz ist unmittelbar die Frage nach der Verantwortung jedes Wissenschaftlers für die Ergebnisse seiner Forschung verknüpft, zugleich aber auch die Frage nach der Verantwortung der Gesellschaft für den Umgang mit Forschungsergebnissen. Diese Aspekte werden mit jedem weiteren Vordringen der Wissenschaft in existentielle Bereiche wie der Humanbiotechnologie virulenter, und sie müssen immer wieder berücksichtigt werden.


Referenten auf einen Blick
Für eine Kurzbiographie bitte auf den jeweiligen Referenten klicken.

Prof. Dr. Reiner Anselm
Prof. Dr. Dr. Carlos María Romeo-Casabona
Landesbischof Prof. Dr. Christoph Kähler
Prof. Dr. Nikolaus Knoepffler
Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Bundesmin. a. D.
Nobelpreisträgerin Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard
Prof. Dr. Jürgen Simon
Ministerin Prof. Dr. Dagmar Schipanski
Prof. Dr. Hans R. Schöler
Prof. Dr. Gianni Vattimo
Bischof Prof. Dr. Joachim Wanke
DFG-Präsident Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker

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