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Wann findet die Wartburgtagung statt?
Die Tagung findet vom 6. bis 8. Mai 2004 im Hotel auf der Wartburg in Eisenach statt.



Bischof Prof. Dr. Joachim Wanke
Bischof des Bistums Erfurt.

Theologiestudium am Philosopisch-Theologischen Studium in Erfurt, Priesterweihe (1966), Assistent und Präfekt am Priesterseminar Erfurt (1969), Promotion, Habilitation, ordentlicher Professor für neutestamentliche Exegese am Studium in Erfurt (1980), Weihbischof in Erfurt (1980), Bischof (1981), Mitglied der Studiorem Novi Testamenti Societas (SNTS) (seit 1978), Mitglied der Kommission für Fragen der Ökumene sowie Vorsitzender der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland (von 1995 bis 2001).

Freitag, 7. Mai 2004 um 14.00 Uhr
"Die Herausforderung der Humanbiotechnologie durch Ethik und Theologie: Beobachtungen aus der Perspektive katholischer Theologie"


Abstrakt
Das neue Wissen im Bereich der Biowissenschaften und die sich daraus ergebenden neuen technischen Möglichkeiten schaffen aufgrund ihrer Eingriffstiefe in menschliches Leben einen steigenden Bedarf an ethischer Begleitung. Der Zugriff auf das menschliche Leben nimmt den Menschen aus dem Schutz der Natur heraus. Für diesen Schutz bedarf es kultureller, das heißt rechtlicher und ethischer Ersatzleistung. Die technischen Verfügungsleistungen bringen menschliches Leben insofern unter Druck, als das sachliche Verfügungswissen hinter der Komplexität menschlichen Lebens immer zurückbleibt. Dominiert es das gesellschaftliche Handeln, kann es menschliches Leben belasten. Zudem steht die Entwicklung der humanen Biotechnologie erst am Anfang. Neue Erfindungen werden nicht auf sich warten lassen. Mit diesen neuen Erfindungen ergeben sich aber auch neue Möglichkeiten des Mißbrauchs. Deswegen ist z. B. die Frage nach rechtlichen Standards in der Regelung des Zugriffs auf das menschliche Leben auch so sensibel. Was an den frühesten Stadien menschlichen Lebens manipulativ verändert wird, das betrifft den geborenen Menschen. Dieses Anliegen betrifft aber nicht nur den Lebensschutz am Anfang des Lebens, sondern in gleicher Weise an seinem Ende. Rein technische Antworten auf die Unsicherheiten in bezug auf eine menschenwürdige Gestaltung des Sterbens im Kontext moderner technisch hoch gestützter Medizin verfehlen die Herausforderung einer wirklich humanen Begleitung Sterbender. Glaubende Weltdeutung hat ein Gespür für die Unverfügbarkeit menschlichen Lebens. Die Notwendigkeit, Leid zu akzeptieren, mit Leid leben zu lernen und mit Sinn zu erfüllen, ist neben den Strategien der technischen und wissenschaftlichen Überwindung der Defizite des Lebens eine bleibende wichtige Dimension unserer menschlichen Kultur. Die Herausforderung der humanen Biotechnologie durch Ethik und Theologie besteht in dieser Mahnung zu Realismus, Ehrlichkeit und Bescheidenheit.


Referenten auf einen Blick
Für eine Kurzbiographie bitte auf den jeweiligen Referenten klicken.

Prof. Dr. Reiner Anselm
Prof. Dr. Dr. Carlos María Romeo-Casabona
Landesbischof Prof. Dr. Christoph Kähler
Prof. Dr. Nikolaus Knoepffler
Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Bundesmin. a. D.
Nobelpreisträgerin Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard
Prof. Dr. Jürgen Simon
Ministerin Prof. Dr. Dagmar Schipanski
Prof. Dr. Hans R. Schöler
Prof. Dr. Gianni Vattimo
Bischof Prof. Dr. Joachim Wanke
DFG-Präsident Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker

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